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Impotenz:
Der Begriff «Impotenz» ist schon zu einem Schimpfwort geworden. Man macht sich darüber lustig, aber man vergisst, dass Impotenz eine Krankheit ist, und zwar eine schwerwiegende.
Nach der Definition von der Deutschen Gesellschaft für Urologie («Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Libido- und Erektionsstörungen») beschreibt Impotenz (man empfiehlt statt Impotenz den Begriff Erektile Dysfunktion zu benutzen) ein chronisches Krankheitsbild von mindestens Man braucht viel Mut, um Potenzstörungen zu besprechen. Sowohl mit der Partnerin, als auch mit dem Arzt. Aber die Offenheit und wiederum die Mut sind die wichtigsten Voraussetzungen, um Männlichkeitskrise zu überwinden und wieder gesund zu werden. In den meisten Fällen ist Impotenz heilbar, 95% der Patienten, die sich an den Urologen wenden, bekommen nach der Behandlung eine wesentlich bessere Erektion. Man muss bloß die Ursache der Impotenz präzis diagnostizieren. Was hilft bei der Impotenz? Als erstes nennt man PDE-5-Hemmer (oder PDE-5-Inhibitoren). Das sind Medikamente, die alle auf demselben biochemischen Prinzip wirken. Sie entspannen leicht die Muskeln im Penis, sodass das Blut leichter darin strömen kann. Bei der längeren Anwendung verbessern sie auch den allgemeinen Zustand der in den Penis führenden Arterien. Die bekanntesten Medikamente dieser Wirkstoffklasse sind Viagra, Levitra, Cialis. Ziemlich verbreitert sind solche Therapiemethoden wie MUSE und SKAT. Der Wirkstoff (meist Alprostadil oder Prostaglandin) wird direkt in den Penis eingeführt. Manchmal greift man zur mechanischen Stimulierung (Vakuumpumpe und Penisringe). Die sind in jedem Sex-Shop erhältlich. Wichtig ist auch die Erkrankung vorzubeugen! Rauchen, Drogenkonsum, Alkoholmissbrauch, Stress, Depressionen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung sind dabei Risikofaktoren. Wenn man eine gesunde Lebensweise führt, hat man wesentlich kleinere Gefahr, impotent zu werden. Impotenz ist nicht direkt mit dem Alter verbunden, obwohl das Risiko, Potenzprobleme wegen einer anderen Erkrankung zu bekommen, mit dem Alter steigt. Nach den Angaben der sogenannten «Kölner Studie» sind 40% der Männer zwischen 70 und 80 Jahren ein- bis mehrmals pro Woche sexuell aktiv. Machen Sie sich Sorgen um Ihre Gesundheit und wenden Sie sich an den Arzt schon bei den ersten Zeichen der Impotenz. |
